Rede schreiben
Die komplette Anleitung in sechs ruhigen Schritten.
Ratgeber für Eltern
Als Mutter oder Vater kennen Sie Ihr Kind besser als jeder andere im Raum — und genau das macht Ihre Rede so wertvoll. Dieser Ratgeber zeigt, was eine Elternrede trägt, wie Sie mit dem Kind auf Augenhöhe sprechen und wie Sie ganz selbstverständlich auch an die Menschen danken, die diesen Tag möglich gemacht haben.
Bei vielen Familien ist die Erstkommunion das erste große Fest, bei dem das Kind selbst im Mittelpunkt steht. Häufig sind es die Eltern, die beim Essen ein paar Worte sagen. Sie müssen dafür kein geübter Redner sein. Was zählt, ist nicht die perfekte Formulierung, sondern dass Ihr Kind und alle im Raum spüren: Hier spricht jemand, der dieses Kind durch und durch kennt und liebt.
Eine kurze, ehrliche Rede schlägt jede auswendig gelernte Ansprache. Drei bis vier Minuten genügen vollkommen — das sind etwa 350 bis 450 Wörter. Mehr braucht es nicht, damit der Tag dem Kind und nicht der Rede gehört.
Drei Bausteine tragen fast jede Elternrede. Erstens: ein paar Worte an das Kind selbst — was Sie an ihm schätzen, worauf Sie stolz sind. Zweitens: eine kleine Erinnerung oder Geschichte, die zeigt, wer dieses Kind ist. Und drittens: ein Dank an die Menschen, die den Tag mit vorbereitet haben — Paten, Großeltern, vielleicht die Katechetin.
Konkrete Details machen die Rede lebendig. „Du hast wochenlang geübt, die Fürbitte ohne Stocken vorzulesen — und heute hast du es einfach gekonnt" sagt mehr über Ihr Kind als jede allgemeine Lobrede. Sammeln Sie vor dem Schreiben zwei, drei solcher Momente.
Ihr Kind ist etwa neun Jahre alt — und es hört genau zu. Sprechen Sie es deshalb direkt an, in Sätzen, die es versteht. Verzichten Sie auf abgegriffene Floskeln und auf den erhobenen Zeigefinger. Was ankommt, ist Wärme: ein Satz, der zeigt, dass Sie Ihr Kind genau so mögen, wie es ist — mit seinen Stärken und seinen kleinen Macken.
Sprechen Mutter und Vater gemeinsam? Beides ist möglich: einer spricht für beide, oder Sie teilen sich die Rede in zwei kurze Abschnitte. Wichtig ist nur, dass Sie sich vorher absprechen, damit sich die Geschichten nicht doppeln.
Der Dank gehört dazu, aber er soll keine Aufzählung werden. Statt jeden Gast einzeln zu nennen, danken Sie kurz und herzlich — und heben eine oder zwei Personen hervor, die besonders viel beigetragen haben: die Patin, die mit dem Kind das Lied geübt hat, die Großeltern, die von weit her angereist sind. So wirkt der Dank persönlich statt protokollarisch.
Wie viel Glaube in Ihrer Rede vorkommt, entscheiden Sie. Die Kommunion ist der festliche Rahmen, aber Ihre Rede muss nicht predigen. Ein warmer Wunsch für den weiteren Weg — dass Ihr Kind neugierig bleibt, Menschen findet, die es begleiten — wirkt oft stärker als ein großer Glaubenssatz. Möchten Sie einen Vers einbauen, hilft der Ratgeber Den passenden Spruch finden.
„Lieber Jonas, als ich dich heute vorne in der Kirche gesehen habe, so festlich angezogen und ein bisschen aufgeregt, ist mir das Herz aufgegangen."
„Du fragst gern hundert Mal warum — und genau das wünsche ich dir: dass du neugierig bleibst und immer Menschen findest, die dir antworten."
„Danke an alle, die heute da sind — und besonders an deine Patentante, die mit dir das Lied so oft geübt hat, bis es saß. Lasst uns das Glas heben auf unseren Jonas!"
Eine vollständige Musterrede finden Sie unter Beispielreden, und die ganze Vorgehensweise Schritt für Schritt im Ratgeber Kommunionsrede schreiben.
Vielleicht hilft Ihnen auch eine unserer anderen Seiten: die Rollenseite für Eltern, die Kommunionsrede der Mutter, die Kommunionsrede als Pate, die Kommunionsrede der Großeltern oder die kurze Kommunionsrede.
Wenn die Worte nicht kommen wollen
Erzählen Sie uns von Ihrem Kind — was es ausmacht, worauf Sie stolz sind, was Sie ihm wünschen. Daraus entsteht eine warmherzige, persönliche Kommunionsrede, die Sie beliebig anpassen können. Ab 4,90 € · 5 Überarbeitungen inklusive.
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