Aufbau & Struktur
Einstieg, Geschichte, Wunsch, Toast — was gehört wohin?
Die ersten Sätze
Die ersten Sätze fallen am schwersten — und entscheiden doch, ob die Gäste hinhören. Ein guter Einstieg holt alle ab und nimmt Ihnen die Anfangsnervosität. Hier finden Sie mehrere bewährte Wege, eine Kommunionsrede zu beginnen, jeder mit Beispielanfängen.
Vermeiden Sie zwei Klassiker. Erstens die steife Formel „Liebe Gäste, ich möchte heute ein paar Worte sagen" — das hört man bei jeder Feier, und es weckt niemanden auf. Zweitens die Entschuldigung „Ich bin ja kein guter Redner" — sie macht alle nur unsicher. Beginnen Sie stattdessen mit etwas, das nur zu diesem Kind und diesem Tag passt.
Sprechen Sie zuerst das Kommunionkind an, nicht die Gäste. Das ist der wärmste und natürlichste Anfang. Das Kind fühlt sich gesehen, und alle anderen werden sofort leise.
Beispiel: „Lieber Jonas, als ich dich heute Morgen in deinem Festtagsanzug gesehen habe, so groß und ein bisschen aufgeregt, da musste ich kurz schlucken."
Beginnen Sie mit einem Bild aus der Vergangenheit, das einen Bogen zum heutigen Tag schlägt. Das holt die Gäste emotional ab und führt ganz von selbst weiter in die Rede.
Beispiel: „Vor neun Jahren habe ich dich zum ersten Mal im Arm gehalten — so klein, dass du in eine Hand gepasst hast. Und heute stehst du hier, in deinem Kommunionkleid, und feierst deinen großen Tag mit uns allen."
Ein Satz über etwas, das gerade eben passiert ist, wirkt frisch und echt — und sorgt oft für ein erstes Lächeln im Raum.
Beispiel: „Ich habe vorhin gesehen, wie du dreimal nachgeschaut hast, ob deine Kerze noch brennt. Genau dieses Mit-dem-Herzen-dabei-Sein macht dich aus, Mia."
Eine kurze Frage an das Kind oder die Runde zieht alle hinein, ohne kompliziert zu sein. Bei Kindern funktioniert das besonders gut, weil sie gern mitdenken.
Beispiel: „Jonas, weißt du noch, wie oft du gefragt hast, wann endlich deine Kommunion ist? Ich glaube, mindestens hundertmal — und heute ist es so weit."
Wer mag, beginnt mit einer kurzen, kindgerechten Zeile, die zum Anlass passt — und führt dann weiter zum Kind. Wichtig ist, dass der Vers nicht aufgesetzt wirkt; geeignete Beispiele und Hinweise finden Sie unter Den passenden Spruch finden.
Beispiel: „,Du bist nie allein.‘ Diesen Satz möchte ich dir heute mitgeben, lieber Jonas — und ich will dir auch erzählen, warum."
Egal, welchen Anfang Sie wählen — nach zwei, drei Sätzen leiten Sie in die kleine Geschichte über das Kind über. Halten Sie den Einstieg also bewusst kurz. Wie sich die Rede danach aufbaut, lesen Sie im Ratgeber Der Aufbau einer Kommunionsrede, und die ganze Vorgehensweise im Ratgeber Kommunionsrede schreiben. Speziell für Mutter und Vater hält die Seite Die Kommunionsrede der Eltern weitere Beispiele bereit.
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