Beispielrede · In der Ich-Form · Ich gehe selbst

Beispiel: Die eigene Abschiedsrede — Wenn man selbst „Tschüss" sagt

Situation: Sandra verlässt nach elf Jahren das Unternehmen und wechselt in eine neue Aufgabe in einer anderen Stadt. An ihrem letzten Tag hält sie beim Ausstand selbst eine kurze Rede an ihr Team. Hier spricht also nicht jemand über die scheidende Person, sondern die scheidende Person selbst, in der Ich-Form, an die Kolleginnen und Kollegen gerichtet. Der Ton ist persönlich und dankbar: ein ehrlicher Rückblick, viel Dank, kein Selbstlob — und ein zuversichtlicher Blick nach vorn. Die Rede funktioniert, weil sie nicht behauptet, alles sei großartig gewesen, sondern konkret wird und am Ende nicht sentimental, sondern warm bleibt. Alle Namen sind frei erfunden.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich hatte mir vorgenommen, das hier kurz zu halten, weil ich ahne, dass mir sonst die Stimme wegkippt. Also: keine großen Reden über elf Jahre. Nur ein paar Dinge, die ich loswerden will, bevor ich gleich zum letzten Mal meinen Rechner runterfahre.

Als ich damals hier anfing, kannte ich genau eine Person im Haus — und die hat mir am ersten Tag den falschen Besprechungsraum genannt. Ich saß zwanzig Minuten allein im 2. Stock und war kurz davor, wieder zu gehen. Gut, dass ich geblieben bin. Denn was ich an diesem Ort gefunden habe, war nicht in der Stellenanzeige versprochen: Menschen, mit denen Arbeit nicht nur Arbeit war. Ich habe hier richtig lachen gelernt an Tagen, an denen eigentlich nichts zu lachen war.

Ich danke euch — und ich meine das nicht als Floskel, also haltet kurz durch. Danke an Bülent, der mir in meinem ersten Jahr ungefähr dreihundert Mal über die Schulter geschaut hat, ohne ein einziges Mal genervt zu klingen. Danke an Maria, die mich nach dem verpatzten Großprojekt nicht hat hängen lassen, sondern gesagt hat: „Komm, das machen wir nochmal, und diesmal richtig." Und danke an dieses ganze Team dafür, dass „kurz mal fragen" hier nie eine Schwäche war, sondern völlig normal. Ihr habt keine Ahnung, wie selten das ist. Ich weiß es jetzt — weil ich mir dort, wo ich hingehe, genau das wieder aufbauen muss.

Ehrlich gesagt war nicht alles immer leicht. Es gab Phasen, in denen ich abends ziemlich leer nach Hause gefahren bin. Aber ich nehme aus elf Jahren mehr mit, als ich reingegeben habe, und das ist eine gute Bilanz. Vor allem nehme ich mit, dass man Dinge bewegen kann, wenn die richtigen Leute am selben Strang ziehen — und dass es sich lohnt, der zu sein, der den Strang festhält, auch wenn es zieht.

Ich gehe nicht, weil hier etwas falsch wäre. Ich gehe, weil mich die neue Aufgabe kribbelig macht, und dieses Kribbeln habe ich von keinem von euch je belächeln lassen müssen — im Gegenteil. Das rechne ich euch hoch an.

Macht es gut. Passt aufeinander auf, so wie ihr auf mich aufgepasst habt. Mein Telefon bleibt dasselbe, also: meldet euch, wenn ihr wissen wollt, wie es woanders so ist — oder einfach nur, um mir zu sagen, dass der Kaffeeautomat immer noch kaputt ist. Auf euch. Und auf alles, was hier nach mir noch Gutes passiert.

Ihre eigene Rede

Ihre eigenen Worte zum Abschied — in der Ich-Form

Dankesworte formt aus Ihrem Rückblick, Ihrem Dank und Ihren Plänen eine persönliche Abschiedsrede, die Sie selbst halten — in der Ich-Form, in Ruhe überarbeitbar, fünf Überarbeitungen inklusive. Ab 4,90 €.

Einmalige Zahlung · Credits verfallen nicht · Sichere Abwicklung über Stripe