Ihr eigener Abschied
Die eigene Abschiedsrede halten — Worte zum letzten Arbeitstag
Sie gehen selbst: in den Ruhestand, zu einem neuen Arbeitgeber oder in eine andere Aufgabe. Und Sie möchten zum Abschied ein paar Worte an Ihr Team richten. Diese Rede ist anders als die für jemand anderen — sie steht in der Ich-Form, und im Mittelpunkt steht Ihr Dank.
Hinweis: Es geht hier um Ihren eigenen beruflichen Abschied — einen freudigen Anlass. Für eine Trauerrede zu einem Todesfall ist unsere Schwesterseite Abschiedsworte da.
Warum die eigene Rede anders ist
Wenn Sie jemand anderen verabschieden, würdigen Sie diesen Menschen. Halten Sie Ihre eigene Abschiedsrede, dreht sich alles um: Jetzt sprechen Sie über die Zeit, die hinter Ihnen liegt, und über die Menschen, die sie geprägt haben. Das Ziel ist nicht Selbstlob, sondern Dank — und ein Schluss, nach dem alle mit einem guten Gefühl auseinandergehen. Genau deshalb arbeitet Dankesworte für diesen Fall mit einem eigenen Modus, der die Rede durchgehend in der Ich-Form schreibt.
Was in Ihre eigene Rede gehört
Drei Bausteine tragen fast jede Selbst-Abschiedsrede: der Dank an die Menschen, mit denen Sie gearbeitet haben (so konkret wie möglich — nicht „an alle", sondern an das Team, die Chefin, den Kollegen aus der Produktion), ein ehrlicher Rückblick auf Ihre Zeit (woran Sie sich gern erinnern, was Ihnen wichtig war) und ein zuversichtlicher Blick nach vorn auf das, was jetzt kommt.
Der Dank ist das Herzstück. Wer namentlich oder mit einer kleinen Geschichte bedacht wird, fühlt sich gesehen — und der ganze Raum spürt, dass Sie es ernst meinen. Erfinden Sie nichts; ein echter, kleiner Moment trägt weiter als jede große Geste.
Ein bewährter Aufbau
Steigen Sie warm ein — ein Satz darüber, wie schwer oder wie seltsam sich dieser Tag anfühlt, holt alle sofort ab. Danach der Rückblick: ein, zwei Stationen, an die Sie gern denken. In der Mitte der Dank, der Kern Ihrer Rede. Zum Schluss der Ausblick und ein warmer letzter Satz — ein kurzer Toast auf die Kolleginnen und Kollegen ist hier ausdrücklich erlaubt. Drei bis vier Minuten reichen.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung speziell für diesen Fall finden Sie im Ratgeber Eigene Abschiedsrede halten. Wenn die Rede vor allem kurz sein soll, hilft Kurze Rede zum Ausstand.
Formulierungsbeispiele
Drei Beispiele, wie konkrete Sätze in der eigenen Abschiedsrede klingen können:
„Ich habe lange überlegt, womit ich anfange. Und dann war klar: mit danke. Denn das ist es, was ich heute vor allem sagen will."
„Als ich hier angefangen habe, hatte die halbe Abteilung noch keinen eigenen Rechner. Was wir seitdem zusammen aufgebaut haben, macht mich bis heute stolz — und das ist euer Verdienst genauso wie meiner."
„Ich gehe nicht, weil es schlecht war. Ich gehe, weil etwas Neues ruft — und ich nehme von hier mehr mit, als in einen Umzugskarton passt."
Eine vollständige Beispielrede sehen Sie unter Eigene Abschiedsrede; weitere Reden finden Sie auf der Seite mit Beispielreden.
Diese Stolperfallen sollten Sie kennen
Die häufigste Falle ist, sich selbst zu sehr in den Mittelpunkt zu rücken. Eine eigene Abschiedsrede, die zur Lobrede auf die eigene Karriere wird, kommt nicht gut an. Drehen Sie es um: Reden Sie über die anderen, danken Sie konkret, halten Sie sich mit Eigenlob zurück.
Zweite Falle: bitter werden. Auch wenn der Abschied nicht freiwillig ist — an Ihrem letzten Tag gewinnen Sie nichts, indem Sie Rechnungen begleichen. Dritte Falle: die abgegriffenen Formeln. „Neue Kapitel werden aufgeschlagen", „man sieht sich zweimal im Leben" — lassen Sie sie weg und sagen Sie konkret, was kommt.
Häufige Fragen
Worum sollte sich meine eigene Abschiedsrede drehen?
Um den Dank — er ist das Herzstück. Wenn Sie selbst gehen, geht es nicht darum, sich zu rühmen, sondern den Menschen zu danken, die Ihre Zeit geprägt haben. Ein ehrlicher Rückblick und ein kurzer Ausblick auf das, was kommt, geben der Rede Tiefe. Drei bis vier Minuten reichen völlig.
Darf ich auch Kritisches oder Schwieriges ansprechen?
An Ihrem letzten Tag besser nicht. Alte Konflikte, der wahre Grund des Weggangs oder Spitzen gegen Vorgesetzte gehören nicht in eine Abschiedsrede — sie hinterlassen einen schalen Eindruck bei allen. Bleiben Sie bei dem, wofür Sie aufrichtig dankbar sind. Das wirkt souveräner als jede Abrechnung.
Wie persönlich darf ich werden?
So persönlich, wie es sich für Sie stimmig anfühlt. Eine konkrete Erinnerung, ein Insider, ein ehrliches Wort darüber, was Ihnen die Jahre bedeutet haben — das berührt mehr als ein glatter Dank an alle. Sie kennen Ihr Team am besten und wissen, was angemessen ist.
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Vielleicht hilft Ihnen auch eine andere Konstellation: Sie verabschieden einen Kollegen zum Ruhestand, Sie würdigen Ihren Chef oder Ihre Vorgesetzte, oder Sie verabschieden sich aus einem Verein oder einem Amt.
Ihre Worte, in Form gebracht
Ihre eigene Abschiedsrede erstellen
Wählen Sie im Formular den Modus „Eigene Abschiedsrede (ich gehe selbst)". Sie erzählen, wem Sie danken möchten und worauf Sie zurückblicken — daraus entsteht eine Rede in der Ich-Form, die Sie beliebig anpassen können. Ab 4,90 € · 5 Überarbeitungen inklusive.
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